Bunte Zuckerränder einfach selber machen!

Katgeorien Blog |Veröffentlicht am

Der perfekte Zuckerrand – farblich abgestimmt
auf Ihren Cocktail!

Zuckerrand

© wollertz / Fotolia

Ein Zuckerrand am Cocktailglas wirkt sich zwar auch geschmacklich aus, rundet Ihre Drinks jedoch vor allem optisch ab. Gerade bei Cocktails mit auffälligen oder exotischen Farben macht es dabei viel her, wenn auch der Zuckerrand passend zum Inhalt gefärbt ist – oder sich als Akzent abhebt! Ein Swimming Pool mit blauem Zuckerrand zum Beispiel?!

Gefärbter Zucker ist zwar als Fertigprodukt im Handel erhältlich, die Herstellung in Heimarbeit spart jedoch Geld, SIE können die Farbe bestimmen und bleiben zudem flexibel, wenn Sie die Zutaten erst einmal im Haus haben. Der gefärbte Zucker aus dem Laden hat zudem keinen Geschmack und verliert mit etwas Pech durch das Anfeuchten auch noch seine Farbe!

Das Färben des Zuckers sowie das Anbringen am Glasrand lassen sich mit verschiedenen Zutaten einfach selbst besorgen – die nötigen Informationen möchten wir Ihnen im Folgenden zur Verfügung stellen.

Färben mit Cocktailzutaten (Likören, Barsirup etc.)

Eine Möglichkeit bunte Zuckerränder zeitsparend und ohne besondere Extras direkt an der Bar zu zaubern sollten gut ausgerüstete Barkeeper ohnehin zur Hand haben! Die Grundzutat ist ganz normaler Zucker – grober, weißer Kristallzucker ist hierfür am besten geeignet, da er die Farbe gut und gleichmäßig aufnimmt und sich nicht so schnell auflöst. Anstatt diesen vorher in einem zusätzlichen Arbeitschritt einzufärben, wird der Glasrand mit bunten Cocktailzutaten wie Likören oder Barsirup befeuchtet, die den Zucker am Glas halten und ihm gleichzeitig seine Färbung verleihen!

Bleiben wir beim Beispiel Swimming Pool – der Likör ‚Blue Curaçao‘, welcher ohnehin Teil des Cocktailrezepts ist, eignet sich auch bestens zum Einfärben Ihres blauen Zuckerrandes! Einfach das Gästeglas mit dem Glasrand zuerst ca. ½ cm in den Blue Curaçao Likör tauchen und anschließend in den Zuckerrimmer stecken. Ein paar Mal drehen – und fertig! Der zuckerhaltige Likör ist klebrig und erlaubt das Präparieren sauberer Zuckerränder; zudem färbt er den Zucker von innen heraus ein, da dieser den Likör aufsaugt.

Auch Barsirup eignet sich aufgrund seines Zuckergehalts bestens für das Fixieren von Zuckerrändern – und ist in so vielen verschiedenen Farben erhältlich, dass sich die Auswahl individuell an jeden Cocktail anpassen lässt! Ist sie zusätzlich gechmacklich abgestimmt, lassen sich bei Ihren Gästen Wow-Momente der besonderen Art hervorrufen. Und das Beste: Barsirup ist gut haltbar und an den meisten Cocktailbars zur Genüge vorhanden!

Ein paar Beispiele gefällig? Kiwi-Sirup sorgt für eine grüne Färbung, Grenadine-Sirup ist dagegen ein idealer Kandidat für rote Zuckerränder. Auch hier hilft nur Ausprobieren, um zu sehen, welche Zutaten sich schlussendlich eignen. Unser gesamtes Sortiment an Barsirup finden Sie hier im Online-Shop.

Färben mit Lebensmittelfarbe

Eine andere Methode ist es, den Zucker vorher mit Lebensmittelfarbe einzufärben. Durch die große Bandbreite an verfügbaren Farben sowie die Möglichkeit der Kombination bietet Ihnen diese Methode die wohl größtmögliche Kontrolle über die Farbe Ihres Zuckers. Zudem ist Lebensmittelfarbe geschmacksneutral und färbt den Zucker (und damit Ihren Cocktail) nur farblich, nicht auch noch geschmacklich.
Allerdings ist hierfür ein zusätzlicher Arbeitsschritt erforderlich – zudem ist es nicht einfach, den Zucker gleichmäßig zu färben und dabei vor dem Verklumpen zu bewahren.

Für das ‚Einarbeiten‘ der Farbe in den Zucker finden sich verschiedenste Strategien. Alle beginnen mit dem Aufträufeln der Farbe auf den Zucker – doch während manche Barkeeper dies einfach mit Besteck in einer Küchenschüssel erledigen, schütteln oder kneten andere das Gemisch in einer Vorratsdose oder einem Frischhaltebeutel.

Für welchen Weg Sie sich auch entscheiden – Sie sollten dabei wie bereits erwähnt darauf achten, dass die Farbe am Ende gleichmäßig verteilt ist und größere Farbklumpen gegebenenfalls von Hand beseitigen. Da das Gemisch beim Färben Feuchtigkeit aufnimmt, ist es zudem wichtig, den Zucker vor der Anwendung einige Stunden bis zu einem ganzen Tag trocknen zu lassen und dabei von Klumpen zu befreien.

Da manche Farben schwächer konzentriert sind, andere jedoch als ergiebiges Konzentrat verkauft werden, variiert die benötigte Menge stark. Fangen Sie am besten mit wenig Farbe an und träufeln Sie bei Bedarf etwas nach, bis Sie ein Gefühl für die Zutaten und Ihre Dosierung entwickeln. Das Mischen verschiedener Lebensmittelfarben ermöglicht dabei sehr dataillierte Eigenkreationen!

Zuckerränder präparieren

Zum Einfeuchten des Glasrandes gibt es verschiedene Methoden. Eine der wohl bekanntesten ist es, ein Stück Limette oder Zitrone anzuschneiden. Dieses wird anschließend mit der Kerbe auf den Glasrand gesetzt und im Kreis an diesem entlanggezogen, um ihn von innen wie von außen ausreichend mit Saft anzufeuchten. Anschließend wird das Glas umgedreht, in den vorbereiteten Zucker gesteckt und ein paarmal gedreht – fertig! Als Alternative zu frischem Zitrussaft greifen einige Barkeeper auf den allseits beliebten Rose’s Lime Juice zurück, welcher ansonsten bspw. für Gimlets und andere Cocktails verwendet wird zurück und deswegen in vielen Bars ständig vorrätig ist. Sein Zuckergehalt sorgt für ansehnliche Zuckerränder.

Andere Bartender schwören dagegen auf Eiweiß, um ihre Zuckerränder zu kreieren – auch diese Variante ermöglicht feste und gleichmäßige Zuckerränder, mit einem ganz eigenen Geschmack. Einfach das Eiweiß in eine Seperate Schüssel geben und den Glasrand wie bereits beschrieben erst eintauchen und danach im Zucker drehen.
Wem die Verwendung von frischem Eiweiß (hygenische) Bedenken bereitet oder zu umständlich ist, der kann es auch mit haltbarem Egg White Sirup von Giffard probieren! Dieser enthält Eiweiß und Zucker, außerdem kann er auch nach dem Öffnen problemlos für längere Zeit gelagert werden.

Rimmer – Bar-Tools für den perfekten Zuckerrand!

Wer sich ein wenig Arbeit sparen will, dem können wir abschließend noch die Anschaffung eines sogenannten Rimmers empfehlen. Er besteht aus Schalen für Zucker und Salz sowie einer weiteren Schale mit einem Schwamm, die ein besonders sauberes und gleichmäßiges Anfeuchten des Glasrands erlaubt!

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht

Ihr Barstuff.de-Team

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