Kaffee trifft Longdrink: Gin Tonic Coffee und Cold Brew Gin Tonic!

Katgeorien Blog |Veröffentlicht am

Gin Tonic wurde lange Zeit wie eine Art Heiliger Gral behandelt. Nur die wenigsten Barkeeper trauten sich, den ikonischen Highball zu verändern – abgesehen natürlich von der Kombination verschiedener Gin- und Tonic-Marken sowie deren Mischverhältnis. Frischen Wind brachten schließlich die Innovationen der spanischen Barszene, die wir Ihnen bereits in einem früheren Blogbeitrag vorgestellt haben. Nach den Köchen meldeten sich in den letzten Jahren auch die Baristi zu Wort; sie hatten zwei Drinks im Gepäck, die den schwierigen Balanceakt zwischen Wachmacher und Party-Drink mit Bravour meistern: Gin Tonic Coffee  & Cold Brew Gin Tonic !

Zutaten für den Gin Tonic Coffee: Tanqueray, Elephant Gin, Thomas Henry und Schweppes Dry Tonic Water

Auch als Pärchen ein Erfolg: Espresso Tonic

Espresso-Shot aus unserer Gastroback-Siebträgermaschine

Doch bevor wir uns dem (zugegebenermaßen nicht ganz  so einfachen) Balanceakt zwischen den drei Zutaten widmen, möchten wir zunächst mit dem eigentlich jüngsten Rezept einsteigen: Espresso Tonic!

Dieser „alkoholfreie Longdrink“ eroberte erst letzten Sommer im Sturm das Internet und die sozialen Medien – und das obwohl sein Geheimnis lediglich in der Symbiose von Tonic Water und Espresso liegt!

Einfach ein Gästeglas mit Eiswürfeln befüllen und mit ca. 200ml Tonic Water Ihrer Wahl auffüllen. Kurz warten bis es ausgesprudelt hat und im Anschluss möglichst schnell, aber behutsam den frisch aufgebrühten Espresso dazugeben, damit dieser sich auf der Oberfläche absetzt und nichts überläuft. Um den Drink zu schichten können Sie den Kaffee bei allen Rezepten auch vorsichtig über den Rücken eines Barlöffels in das Glas laufen lassen.

Die Königsdisziplin: Cold Brew Gin Tonic

Cold Brew Gin Tonic mit Tanqueray No. Ten und Tonic Water von Thomas Henry

Bevor der Espresso Tonic letztes Jahr erstmals große Wellen schlug, war die Symbiose von Gin Tonic und Kaffee aber vor allem mit einem anderen Hype verknüpft: Kaltem Kaffee! Unter dem englischen Namen Cold Brew  weckt dieser heutzutage längst keine schlechten Assoziationen mehr, sondern ist zu einem internationalen Trend avanciert! Dazu wird gemahlener Kaffee – beispielsweise in einer French Press – in zim­mer­warmes Wasser gegeben und anschließend etwa 12 – 24 Stunden in den Kühlschrank gestellt.

Verdichtete Aromen auf der einen sowie weniger Säuren und Bitterstoffe auf der anderen Seite – das sind die Hauptvorzüge des Cold Brew Verfahrens. Die zeitintensive, kalte Extraktion des Kaffees ist jedoch auch die Krux bei diesem Rezept. Wer Cold Brew Gin Tonic servieren will, der muss schon mal einen ganzen Tag für die Vorbereitung einberechnen. Einsteiger sollten sich zudem ein wenig in das Thema einlesen und Geduld für Experimente mitbringen. Doch die lohnen sich bestimmt: Die Kombination aus Longdrink und mildem, aromatischem Cold Brew ist nicht umsonst so eine Erfolgsstory geworden.

Longdrink küsst Heißgetränk: Gin Tonic Coffee

Gin Tonic Coffee mit Thomas Henry Tonic Water und Elephant Gin

Der Gin Tonic Coffee wurde im Gegensatz zu den anderen beiden Rezepten in diesem Artikel von der Internet-Community eher stiefmütterlich behandelt – ganz zu unrecht, wie wir finden!

Im Rahmen des weltweiten Hypes um Cold Brew Kaffee wundert es uns aber ehrlich gesagt nur wenig, dass nach unseren Recherchen eine überwältigende Mehrheit aller Rezepte auf Cold Brew aufbauen.

Gin Tonic Coffee wird jedoch nicht mit kaltem Kaffee, sondern mit einem frisch aufgebrühten Espresso-Shot zubereitet. Dabei geht man nach einer Methode vor, die wir Ihnen so ähnlich auch schon in unserem Artikel zum Thema „Home-made Iced Tea“ vorgestellt haben: Der Espresso wird möglichst rasch nach dem Aufbrühen in den eiskalten Longdrink gegeben, um ihn schnell abzukühlen. So frisch gebrüht bringt er dabei seine ganz eigene Palette an Aromen mit; diese sind vielleicht weniger mild und zurückhaltend als bei einem Cold Brew, aber ergänzen sich wunderbar mit Gin und Tonic!

Tipps für die Praxis

Sowohl Gin als auch Tonic Water sind geschmacklich vor allem durch die enthaltenen Botanicals  (engl. ≈ pflanzliche Extrakte) geprägt. Die verschiedenen Hersteller verwenden dabei jeweils ihre ganz eigenen Rezepte, sodass es bei der Abstimmung der Auswahl vor allem auf Ihren Geschmackssinn sowie Ihr Gespühr für die Wechselswirkung zwischen verschiedenen Geschmacksnoten ankommt.

Im Gegensatz zum „regulären“ Gin Tonic müssen Gin und Tonic Water jedoch nicht bloß untereinander gut harmonieren – sondern auch noch mit den Aromen des jeweiligen Espresso bzw. Cold Brew! Fragen Sie einen Barista: Mahlgrad, Brühverfahren, Brühzeit und -temperatur… Allein Auswahl und Menge des Kaffees ist ein Thema, an dem sich die Geister scheiden!

Gin Tonic Coffee und Cold Brew Gin Tonic mit Zutaten

Experimente sind also ohnehin unumgänglich – sowohl für Gin Tonic Coffee als auch für Cold Brew Gin Tonic würden wir Ihnen von daher dieselben Richtwerte mit auf den Weg geben:

  • 2-4 cl Gin
  • 10 cl Tonic Water
  • 2 cl Espresso bzw. Cold Brew

Zunächst Gin und Tonic Water ins mit ausreichend Eis gefüllte Gästeglas geben. Anschließend Cold Brew oder frisch aufgebrühten Espresso-Shot vorsichtig über den Rücken eines Löffels laufen lassen, um den Drink zu schichten.